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The Artist

Timotheus Büttner, born 1987, lives and works in Germany. Because he is both a visual artist and a musician his work mainly contains crossovers between photography (analog/digital), Installation and Sound. His interest in questioning the conventional genre boundaries, trying out unusual techniques and uniting different disciplines characterizes the core of his work. In 2019 he was part of the performance team of Marina Abramović and Lynsey Peisinger for the participatory art project "Anders hören. Die Abramović- Methode für Musik" at the Alte Oper Frankfurt. The experimental project developed an approach that rethinks the traditional concert and makes music an intense experience. For his latest work "soundportraits" Timotheus Büttner has received the art award for interdisciplinary projects ("Beethoven Reloaded -Kunstpreis für interdisziplinäre Projekte").

The Work

His current photographic works, are conceived as a crossover between sound and photographic image. They are the result of a long artistic research process, which pursued the goal of exposing a sound recording, especially that of the human voice, into the photographic image, thus questioning and expanding the usual limits of portrait photography. The premise that the uniqueness of a human voice is as identity-giving and characteristic as its visual appearance is the basic assumption of his conceptual approach.
In addition to a photographic portrait, Büttner always records the sitter's voice and incorporates it into the photograph. For this purpose, he has positioned loudspeakers underneath the photo tubs, which sound the developed portrait prints from below in a water bath. Deep sine waves support the voice recordings and set the water surface in wave-like motion. Photographed once again, hybrid sound portraits emerge, some of which appear to be only subtly moved, while others are strongly distorted and others are blurred as a foreboding abstraction. Whether the visual appearance of a human being competes with the auditory one or rather harmonizes with it is up to the eye of the beholder.
Büttner took some of his portraits in 2018 during a humanitarian aid mission in the refugee camp Moria on the island of Lesbos. He is looking for people with stories that may never be heard, that fade in the masses but become visible on the photographic paper.
In addition to large-format photographs, his work includes the sound installation "intermezzo", which not only illustrates the artistic process in the photo tubs, but also deals with the construction and deconstruction of national identity, language and its semantics, and the question of cultural demarcation.
"I am looking for the 'in-between', the 'as well as' in things, which can be found between the visual arts and especially music, between photography and sculpture, between semantics and speech melody, between artificial frequencies and the human voice, but also between people with different histories and cultural roots."




Über den Künstler

Timotheus Büttner, geboren 1987, lebt und arbeitet in Deutschland. Da er sowohl bildender Künstler als auch Musiker ist, bewegen sich seine Arbeiten oft im Grenzbereich zwischen Fotografie (analog/digital), Installation und Klang. Sein Interesse, die konventionellen Gattungsgrenzen in Frage zu stellen, ungewöhnliche Techniken auszuprobieren und verschiedene Disziplinen zu vereinen, bildet den Kern seines Werkes. Im Jahr 2019 war er Teil des Performance-Teams von Marina Abramović und Lynsey Peisinger für das partizipatorische Kunstprojekt "Anders hören- Die Abramović- Methode für Musik" an der Alten Oper Frankfurt. Das experimentelle Projekt entwickelte einen Ansatz, der das traditionelle Konzert neu überdenkt und Musik zu einem intensiven Erlebnis macht. Für sein neuestes Werk "Soundportraits" erhielt Timotheus Büttner den Kunstpreis für interdisziplinäre Projekte ("Beethoven Reloaded -Kunstpreis für interdisziplinäre Projekte").

Über sein Werk

Seine aktuellen Fotoarbeiten, sind als Crossover zwischen Ton und fotografischem Bild konzipiert. Sie sind das Ergebnis eines langen künstlerischen Forschungsprozesses, der das Ziel verfolgte, eine Tonaufnahme, insbesondere die der menschlichen Stimme, in das fotografische Bild zu belichten und damit die üblichen Grenzen der Porträtfotografie zu hinterfragen und zu erweitern. Die Prämisse, dass die Einzigartigkeit einer menschlichen Stimme ebenso identitätsstiftend und charakteristisch sei wie ihre visuelle Erscheinung, stellt die Grundannahme seines konzeptuellen Ansatzes dar.

Neben dem fotografischen Porträt nimmt Büttner eben auch die Stimme des Dargestellten auf und bindet sie in die Fotografie ein. Zu diesem Zweck hat er unter den Fotowannen Lautsprecher positioniert, die die entwickelten Porträtabzüge im Wasserbad von unten beschallen. Tiefe Audiowellen unterstützen die Sprachaufnahmen und versetzen die Wasseroberfläche in wellenförmige Bewegung. Erneut fotografiert, entstehen hybride Klangporträts, die teils nur subtil bewegt erscheinen, teils stark verzerrt und teils als ahnungsvolle Abstraktion unscharf sind. Ob die visuelle Erscheinung eines Menschen mit der akustischen konkurriert oder eher mit ihr harmoniert, bleibt dem Auge des Betrachters überlassen.
Einige seiner Porträts nahm Büttner unter anderem während eines humanitären Hilfseinsatzes im Flüchtlingslager "Moria" auf der Insel Lesbos auf, welcher seine weiteren künstlerischen Studien maßgeblich beeinflusste.
Neben großformatigen Fotografien umfasst sein Werk die Klanginstallation "intermezzo", die nicht nur den künstlerischen Prozess in den Fotowannen veranschaulicht, sondern sich auch mit der Konstruktion und Dekonstruktion nationaler Identität, der Sprache und ihrer Semantik sowie der Frage der kulturellen Abgrenzung beschäftigt.
"Ich suche nach dem 'Dazwischen', dem 'Sowohl-als-auch' in den Dingen, die sich zwischen den bildenden Künsten und insbesondere der Musik, zwischen Fotografie und Skulptur, zwischen Semantik und Sprachmelodie, zwischen künstlichen Frequenzen und der menschlichen Stimme, aber auch zwischen Menschen mit unterschiedlicher Geschichte und kulturellen Wurzeln finden lassen."

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